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VDBUM wählt und erweitert Vorstand

Mitgliederversammlung beschließt Offensive

Traditionsgemäß bildet die Mitgliederversammlung jeweils den fachlichen Abschluss des jährlichen VDBUM-Großseminars in Braunlage. Dieser fiel in diesem Jahr auf den Nachmittag des 1. März 2013. Im vergangenen Jahr hatte sich der ehemalige Verband der Baumaschinen-Ingenieure und -Meister in Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik umbenannt, womit das Kürzel VDBUM blieb, die Ambitionen aber deutlich erweiterte Ziele markierten. Zeitgerecht und bedarfsnah öffnet sich der Verband Schritt für Schritt weiteren Branchen. Peter Guttenberger, erster Vorsitzender und Vorstandssprecher, reflektierte bei der Eröffnung der internen Veranstaltung, die das Licht nicht scheut, denn auch Fördernde Mitglieder und andere Gäste sind jeweils herzlich willkommen, ein sehr gut verlaufenes Großseminar 2013.
 
<FONT SIZE=1>Foto - VDBUM:  Peter Guttenberger</FONT>
Foto - VDBUM: Peter Guttenberger
Die Befragung von Ausstellern, Referenten und der mehr als 730 Besucher ergab ein mehr als zufriedenes Stimmungsbild. Das 42. Großseminar des Verbandes fand damit einen hervorragenden Abschluss. Sehen lassen konnten sich auch im Bericht der Geschäftsführung und des Vorstandes alle Ergebnisse im Zusammenhang mit den Aktivitäten des vergangenen Jahres.
Informiert wurde weiter über die Pläne für die Zukunft, das operative Tagesgeschäft in der Zentrale und nicht zuletzt über die finanzielle Situation des Verbandes. Laut Satzung ist für den VDBUM jedes Jahr ein Wahljahr, denn alle zahlenmäßig ungeraden und geraden Vorstandsposten werden jeweils im alternierenden Zwei-Jahres-Rhythmus zur Wahl gestellt. Beim diesjährigen Wahlgang wurden Peter Guttenberger (1. Vorsitzender) und Josef Andritzky (5. Vorsitzender) in ihren Ämtern bestätigt. Udo Kiesewalter kandidierte nicht erneut für den Vorstand, seine Position als 3. Vorsitzender wird zukünftig Dieter Schnittjer übernehmen, der zum 1. April 2013 als weiterer Geschäftsführer bei der VDBUM-Service GmbH einsteigt.

Der Vorstand wurde erweitert

Die diesjährige Wahl war darüber hinaus von einer weiteren Besonderheit gekennzeichnet.
<FONT SIZE=1>Foto - VDBUM:  : v.l.n.r. Michael Hennrich, Jan Scholten,<br> Peter Guttenberger, Josef Andritzky,<br>  Dirk Bennje, Dieter Schnittjer </FONT>
Foto - VDBUM: : v.l.n.r. Michael Hennrich, Jan Scholten,
Peter Guttenberger, Josef Andritzky,
Dirk Bennje, Dieter Schnittjer
Erstmals wurde der Vorstand auf sechs Personen erweitert und Prof. Dr. Jan Scholten von der Ruhr-Uni Bochum als
6. Vorsitzender in den Vorstand des VDBUM gewählt. Die Mitglieder-
versammlung hatte diese Erweiterung beschlossen, um die mit der Reichweite gewachsenen Aufgaben im Ehrenamt auf mehr Schultern verteilen zu können.
Prof. Scholten (zweiter von links auf dem Bild) ist darüber hinaus eine exzellente Besetzung als Brücke zwischen Forschung, Nachwuchswerbung für den VDBUM und Anwendungspraxis. Die Verflechtung zwischen Forschung und Praxis zu intensivieren, hat sich der Verband als weiteres Ziel auf die Fahnen geschrieben und mit dem Schritt der Vorstandserweiterung gleichzeitig Nägel mit Köpfen gemacht. Wenn Dieter Schnittjer zum 1. April 2013 als Geschäftsführer zur VDBUM Service GmbH kommt, wird er übergangsweise für einen reibungslosen Übergang parallel mit Udo Kiesewalter zusammenarbeiten. Seine Funktion wird der langjährige Geschäftsführer Udo Kiesewalter erst nach Abschluss der Demonstrationsmesse TiefbauLive niederlegen. Danach übernimmt Dieter Schnittjer komplett, wobei Wolfgang Lübberding nach wie vor mit leicht veränderten Aufgabenbereichen Geschäftsstellenleiter bleibt.
Der 51-jährige Schnittjer ist vom beruflichen Zuschnitt her für die Nachfolge in der VDBUM-Geschäftsführung „wie gemacht“. Berufliche passende Grundlagen erwarb er sich durch langjährige Führungsaufgaben im Bereich Baumaschinen, Arbeitsbühnen und Flurförderzeuge. Später standen technische Anwenderlösungen und Kundennutzen im Mittelpunkt meines Tätigkeitsfeldes. Den VDBUM kennt er seit 2002 als Mitglied. Sein Ziel wird es nun sein:
„Den Nutzen des VDBUM für Ordentliche, Fördernde sowie neue Mitglieder darzustellen, neue Angebote des VDBUM gestalten, sowie neue Netzwerke gewinnen. Nur weiterhin starke Mitgliederzahlen und vielschichtige Dienstleistungsaufgaben unseres Verbandes, sorgen für Attraktivität und Kompetenz des VDBUM. Das wichtigste Kapital des Verbandes ist und bleiben seine Mitglieder. Mit dem überaus umfangreichen Fachwissen aller Mitglieder, der Leidenschaft im VDBUM-Vorstand sowie im Beirat, werden wir in den angesprochenen Branchen auch zukünftig für viel Aufmerksamkeit sorgen.“, erklärte Dieter Schnittjer vor der Mitgliederversammlung.

Die offenen Wahlen verliefen in einer zukunftsorientierten und optimistischen Atmosphäre und endeten jeweils mit einstimmigen Ergebnissen. Der VDBUM ist damit hervorragend für die Zukunft gerüstet.
 
 

 

Neue Plattform für die Interaktion von Forschung und Praxis

<FONT SIZE=1>Wettbewerbssieger: Florian Sontheim, Dr. Filip Baranski, Matthias Näther und Martin Coenen (v.l.n.r.). Namen, die man sich merken sollte, meinen die VDBUM-Vorstände Peter Guttenberger (l.) und Dirk Bennje. Foto: Kerstin Rolfes/vdbum </FONT>
Wettbewerbssieger: Florian Sontheim, Dr. Filip Baranski, Matthias Näther und Martin Coenen (v.l.n.r.). Namen, die man sich merken sollte, meinen die VDBUM-Vorstände Peter Guttenberger (l.) und Dirk Bennje. Foto: Kerstin Rolfes/vdbum
Zum ersten Mal verlieh der Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik, VDBUM, in diesem Jahr im Februar einen Nachwuchspreis an vier Jungakademiker. Gewürdigt wurden beispielgebende Forschungs- und Entwicklungsleistungen, die Baumaschinen, Komponenten und Bauverfahren wirtschaftlicher, sicherer und energieeffizienter machen. Der in der Baumaschinenbranche einzigartige Preis ist attraktiv dotiert und wird nach dem erfolgreichen Auftakt künftig jährlich verliehen.
Die intensive Zusammenarbeit des VDBUM mit relevanten Instituten verschiedener Fachhochschulen und Universitäten verleiht nicht nur der Arbeit des Verbandes und seiner Fachgremien zusätzliche wissenschaftliche Substanz, sie führt auch zu neuen, griffigen Ideen. So startete der Verband im Sinne der Nachwuchsförderung im vergangenen Jahr erstmals einen Studentenwettbewerb. Mit dem attraktiv dotierten Nachwuchspreis sollen Studierende und Jungakademiker ausgezeichnet werden, denen es gelingt, praxisrelevante Ansätze zu entwickeln, welche die Wirtschaftlichkeit von Baumaschinen und Komponenten steigern. Im Mittelpunkt muss eindeutig der Nutzen für Anwender stehen. Als preiswürdig gelten darüber hinaus Verbesserungen bei Arbeitssicherheit und Energieeffizienz. Eine hochkarätige Jury aus Kapazitäten in der praktischen Anwendung, der Forschung und der Entwicklung von Baumaschinen entschied über die besten Arbeiten. Im Rahmen des diesjährigen VDBUM-Großseminars wurden die ersten Nachwuchs-Preisträger dieses neu initiierten Wettbewerbes geehrt. VDBUM-Vorstand Dirk Bennje betonte in seiner Laudatio: „Die Anzahl und die Qualität der Einsendungen haben uns beeindruckt und lassen uns für die Zukunft der Baumaschinenbranche in Deutschland zuversichtlich nach vorne blicken.“

<FONT SIZE=1>Foto - VDBUM: So sieht sie aus, die Trophäe, die von besonderen Leistungen im Wettbewerb um den VDBUM-Nachwuchspreis zeugt, der in diesem Jahr erstmals für besonders praxisrelevante Lösungen verliehen wurde. </FONT>
Foto - VDBUM: So sieht sie aus, die Trophäe, die von besonderen Leistungen im Wettbewerb um den VDBUM-Nachwuchspreis zeugt, der in diesem Jahr erstmals für besonders praxisrelevante Lösungen verliehen wurde.

Mit dem Nachwuchspreis bietet der VDBUM jungen Forschern neben dem attraktiven Preisgeld eine Plattform zur umfassenden Präsentation ihrer Ergebnisse. Im Gegenzug soll die Aufmerksamkeit von Studierenden und Jungakademikern damit ebenfalls auf die Arbeit des VDBUM gelenkt werden, denn die eigene Nachwuchswerbung ist auch für Verbände eine Daueraufgabe. Der VDBUM-Nachwuchspreis wird nach der erfolgreichen Premiere jährlich ausgeschrieben und vergeben. Die nächste Bewerbungsrunde beginnt im August 2013. Beteiligen können sich Bildungseinrichtungen, Fachhochschulen und Universitäten. Vergeben werden jeweils pro Kategorie ein erster und ein zweiter Preis, wobei sich die Sieger über 2.500 und die Verfolger auf Platz zwei über 1.000 Euro freuen dürfen.

Die Preisträger

1. Preis in der Kategorie Komponente: Filip Baranski
Der erste Preis in der Kategorie Komponente ging an Dr. Ing. Filip Baranski von der Ruhr-Uni Bochum, Arbeitsgruppe Baumaschinentechnik. Baranski entwickelte im Rahmen seiner Arbeit „Vibroakustische Analyse von Kettenfahrwerken“ ein Berechnungsverfahren, mit dem es durch Simulation des Bewegungsverhaltens ohne Messung gelingt, die Geräuschemission eines Kettenfahrwerkes zu ermitteln. So können bereits während der Entwicklungsphase Maßnahmen ergriffen werden, die zu leiseren Maschinen führen.

2. Preis Kategorie Komponente: Florian Sontheim
Dipl.-Ing. Florian Sontheim von der FH Köln hat mit seinem Team vom Kölner Labor für Baumaschinen die Weiterentwicklung von Reißzähnen mit Hilfe bionischer Ansätze vorangetrieben. Der strukturoptimierte Reißzahn anhand natürlicher Vergleichsobjekte kann die Wirtschaftlichkeit in der reißenden Gewinnung von mineralischen Rohstoffen erheblich steigern, denn durch die erhöhte Strukturfestigkeit bei gleichzeitiger Reduzierung des Gewichts kann mit größerer Kraft auf das Gestein eingewirkt werden.

1. Preis Kategorie Maschine: Martin Coenen
Dipl.-Ing. Martin Coenen von der FH Köln wurde für seine Arbeit „Effizienter Gleitschalungsfertiger für den Straßenbau“ ausgezeichnet. Durch Optimierung der Prozesssteuerung und den Einsatz eines hydraulischen Hybridantriebs kann die Energiebilanz des Fertigers wesentlich optimiert werden. Die Jury würdigte speziell die ganzheitliche Betrachtung des Leistungsspektrums der kompletten Maschine zur Optimierung der Energiebilanz.

2. Preis Kategorie Maschine: Mathias Näther
Dipl.-Ing. Mathias Näther von der TU Dresden hat mit seinem Team ein Simulationsmodell mit dem Namen Enprovi entwickelt, das die Untersuchung und Bewertung des energetischen Verhaltens unterschiedlicher Antriebskonzepte ermöglicht. Die Simulation bietet Konstrukteuren die Möglichkeit, das Zusammenspiel der verschiedenen Antriebskomponenten schon während der frühen Entwicklungsphase zu untersuchen. Die kostenintensive Anfertigung realer Prototypen entfällt oder kann auf ein Mindestmaß reduziert werden. Zum Einsatz kam das Simulationsmodell bereits bei der Entwicklung eines neuen Bohrverfahrens für die lärmarme Gründung von Offshore Windkraftanlagen.